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My Elements

gebnisse verfälschende Refle- xionen deutlich verringern. Also werden die Kontrahenten aus der firmeneigenen Versuchshalle H33 auf die benachbarte Freifläche verfrachtet. Im Falle Elements geht der Aufbau sogar mit einer einzigen Person in Windeseile über die Bühne. Im ersten Gang werden die vier Tops, Verstärkermodul und Stand- fuß–das sind gerade einmal 12 kg–unter den Arm geklemmt und am Ziel in wenigen Sekunden per E-Connect zusammengesteckt. Dann finden die Subs ihren Platz. Da sie nur 16 bzw. 19 kg pro Stück wiegen, können auch we- niger Durchtrainierte locker zwei Exemplare gleichzeitig tragen. Die kleinen Fußmärsche inklusive ist Elements in weniger als zehn Minuten spielbereit. Bei ACTOR sind zwar nur drei Teile zu bewegen, die haben es aber in sich. Gut 35 kg wiegt ein Sub, und auch das Top bringt im- merhin noch 32 kg auf die Waa- ge. Zu ebener Erde bereiten die Tieftöner dank integrierter Rollen keine Probleme, beim Heraus- wuchten aber aus dem Auto oder bei Hindernissen wie Treppen ist ein zweites Paar Arme eigent- lich unerlässlich. Ergebnis: Auch ACTOR steht in gut zehn Minuten, das aber mit Schweißperlen auf der Stirn und einem zusätzlichen Aufbauhelfer. Apropos Auto: Wer ein komplet- tes ACTOR-System transportieren möchte, kommt auch mit einem richtig großen Kombi nicht mehr aus. Ein Kleintransporter sollte es schon sein. Elements hingegen passt selbst in der höchsten Auf- baustufe–also unsere Versuchs- anordnung mal zwei–locker in einen VW Golf Variant. Beide Systeme stehen, jetzt wird es ernst. Uns interessiert bren- nend, ob die Praxis der Theorie recht gibt. Lässt sich der rech- nerische Vorteil des Line-Arrays gegenüber dem konventionellen System tatsächlich messtechnisch nachweisen? Fallen bei ACTOR Schalldruck und hohe Frequen- zen deutlich schneller ab als bei Elements? Um diese Fragen zu beantworten, pegeln wir zunächst beide Sys- teme so aus, dass sie im Abstand von einem Meter bei 1 kHz exakt gleich laut sind. In der Mess-Soft- ware wird dieser Punkt als 0 dB markiert, beide Frequenzkurven laufen also bei der Initialmessung bei 1 kHz durch diesen „Null- punkt“. Damit stellen wir sicher, dass die Anfangsbedingungen für beide Systeme weitestgehend identisch sind. Außerdem erleich- tert dieses Vorgehen das spätere Verständnis der Messdiagramme. In den nächsten Schritten ent- fernen sich die Mikrofone immer weiter von ihren Schallquellen. Es entstehen Frequenzdiagram- me für 4, 8 und sechzehn Meter Abstand. Auch ohne Studium des Ingenieurwesens ist die Auswer- tung eindeutig. Schon bei acht Metern liegt Elements leicht, aber deutlich vor ACTOR–etwa 3 dB über den gesamten Frequenzver- lauf gerechnet. Noch klarer wird das Bild bei 16 Metern Abstand: Der Pegelabfall bei ACTOR ist bereits um 6 dB stärker. Oder andersherum formuliert: Elements ist um 6 dB lauter. myMagazin 15