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My Elements

Auf den Diagrammen außerdem gut zu erkennen sind die mit der Entfernung zunehmenden Kamm- filtereffekte bei ACTOR. Sie entstehen unter anderem durch Reflektionen vom Boden, in ge- schlossenen Hallen natürlich auch von Wänden und Decke. Elements als echtes Line-Array hingegen hat mit derartigen Problemen so gut wie gar nicht zu kämpfen. Immer wieder verblüffend ist da- rüber hinaus die Leistungsfähig- keit der Subwoofer von Elements. Bei 16 Metern Distanz verlieren sie zwar bis 55 Hz gegenüber ACTOR, liegen aber bereits bei 60 Hz wieder vorne. In einer Disziplin muss Elements aber schließlich doch noch Federn lassen, und zwar bei dem abso- luten Schalldruck auf den ersten Metern: Bei voll angesteuerten Systemendstufen – die Limiter stehen dann kurz vor ihrem Ein- satz – stemmt ACTOR auf einen Meter Distanz immerhin 129 dB, Elements be- scheidet sich mit 125 dB, und das trotz eines Plus von 200 Watt in der Endstufenleistung. Ab etwa vier Metern jedoch sind beide Systeme wieder gleich auf, und bereits bei sechs Metern hat Elements erneut die Nasse vorn. Rein in die Halle Die Messungen sind im Kasten, es geht wieder zurück in Hal- le H33, die gut 500 Personen Platz bietet. Dort steht bereits musikalisches Personal in den Startlöchern: Eine fünfköpfige Coverband soll Stärken und Schwächen beider System bei ei- ner Live-Performance aufzeigen. Besetzung: Drums, 2 x E-Gitarre, Akustikgitarre, Lead Vocal sowie 4 x Backing Vocals. Beide Syste- me werden jetzt stereo gefahren, es kommt das doppelte Material zum Einsatz. Beim Hörtest überzeugt Elements durch vollen, präsenten Sound von der ersten bis zur letzten Rei- he, egal ob bei etwas dezenteren oder kräftigeren Pegeln. Auffällig ist die hervorragende Durchset- zungsfähigkeit der Stimmen und das klare Stereobild. Da dem Gi- tarristen etwas Silber auf seiner Akustikgitarre fehlt, bekommt der Bereich 10 – 12 kHz einen kleinen Schubs am EQ, und alles passt wieder. Macht sich auch gut für die Becken. Heftige Rocknummern bei zünftiger Lautstärke über- trägt Elements ebenfalls straff und präzise, für Liebhaber heftig böser Bass Drums wären aber ein paar Reserven in den Subs das Tüpfelchen auf dem i. Und ACTOR? Das spielt auch wacker auf und schlägt Elements wenigstens auf den ersten Metern in Sachen erzielbarer Endlaut- stärke im vorderen Bühnenbe- 100 dB 1 m 103 dB 106 dB 109 dB 112 dB 115 dB 118 dB 121 dB 124 dB 127 dB 130 dB 2 m 4 m 8 m 16 m 32 m Schalldruckabfall auf Entfernung A.C.T.O.R DX Elements Der absolute Schalldruck von ACTOR und Elements: ACTOR liegt auf den ersten Metern vorn, dann zieht Elements vorbei 16 Maßstabsgetreue Abbildung Rechenspiele Dass Line-Array-Systeme aufgrund der von ihnen erzeugten kohären- ten Wellenform erhebliche Vorteile gegenüber konventionellen Syste- men verbuchen, ist das eine. Durchaus interessant fällt aber auch der Vergleich von abstrahlender Membranfläche und Gehäusevolumen unserer beiden Probanden aus. Bei ACTOR kommen pro Seite 15" Subs zum Einsatz. Bei einem Korbdurchmesser von 15", respektive 38 cm, finden wir einen Membrandurchmesser von etwa 34 cm vor. Da sich die Fläche eines Kreises (die leichte Trichterform der Membran lassen wir mal außer Acht) aus dem Radius zum Quadrat mal Pi berechnet (A=π·r²), ergibt sich pro Sub eine Membranfläche von ca. 907 cm² (A=π·(34/2)²=3,14 · 289 cm²=907,46 cm²). Macht in der Summe beider Tieftöner 1814 cm². Unser Elements-System nutzt in diesem Test vier 10" Subs pro Seite, die entsprechend obiger Formel eine Memb- ranfläche von etwa 346 cm² besitzen. Zu viert bringen sie es also auf 1384 cm². Die Elements Subs haben also eine geringere Gesamtfläche als ihre Kollegen von ACTOR, durch ihren größeren maximal möglichen Mem- branhub (X-max) machen sie dies aber mehr als wett (Verschiebevolumen=Hub x Fläche). Beim Topteil beträgt die Membranfläche des Zwölfzöllers von ACTOR etwa 520 cm². Die 16 Breitbandlautsprecher mit ihren jeweils 38,5 cm² kommen gemeinsam auf beachtliche 616 cm². Bei beiden Systemen wird also in vergleichbaren Proportionen Luft bewegt, selbst wenn bei diesem kleinen Rechenbeispiel das Hochton- horn des ACTOR nicht berücksichtigt wurde. Mehr oder minder dramatische Unterschie- de zeigen sich bei den Gehäusevolumina: Während das ACTOR-Top immerhin 106 Liter fasst, bescheiden sich die vier Kollegen von Elements zusammen mit gut 20 Litern. Ähnlich sieht es im Bassbereich aus: Stram- me 412 Liter passen in die beiden Subs des ACTOR, während die vier Elements-Tieftöner gemeinsam mit 265 Litern auskommen. Stehen unterm Strich also 518 gegen sch- male 285 Liter. Ein weiterer recht beeindru- ckender Beweis für die hohe Effizienz von Elements.